New Institutionalism - 13th Workshop Jerusalem 2017
German Community: Perspektiven des Neo-Institutionalismus: Innenansichten und Außenansichten

Abstract bis 31.1.2017

Der soziologische Neo-Institutionalismus gilt als eine der produktivsten Theorierichtungen der Organisationsforschung. Wenngleich er primär – oder gar ausschließlich – durch soziologische Konzepte geprägt und weiterentwickelt worden ist, scheint sein Verhältnis zur Soziologie nach
wie vor ungeklärt. Während er im Rahmen der interdisziplinären Organisationsforschung als Sammelbecken für ein breites Spektrum soziologischer Einsichten dient, gilt er für viele innerhalb der Soziologie als spezifischer Ansatz.

Aus diesen beiden Grundorientierungen ergeben sich verschiedene Entwicklungsperspektiven, die von der Einbeziehung von Einsichten anderer Theorieschulen der Soziologie bis hin zu Weiterentwicklungen weniger Schlüsselkonzepte und Schwerpunktthemen reichen.

Vor diesem Hintergrund sollen Perspektiven des Neo-Institutionalismus erörtert werden – in theoretischer, in methodischer oder in empirischer Hinsicht. Bewusst suchen wir dabei nicht nur Innenansichten von „Neo-InstitutionalistInnen“ (als denjenigen, die dieser Community zugeordnet werden oder sich ihr zugehörig fühlen), sondern auch Außenansichten, d.h. Einschätzungen von Seiten anderer Forschungsrichtungen. Ziel der Veranstaltung ist es, tragfähige Anschlüsse, aber auch Abgrenzungen zu anderen Forschungsfeldern und Theorieperspektiven zu identifizieren sowie Anhaltspunkte dafür zu finden, was am Neo- Institutionalismus und dessen Entwicklung als gut oder schlecht, wichtig oder unwichtig und viel oder wenig versprechend erachtet wird. In der Gesamtschau der Perspektiven sollte klarer werden, welches Verhältnis zwischen dem soziologischen Neo-Institutionalismus und der Soziologie besteht.


12/17/16


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